Kinder sind neugierig, mutig – und schneller vom Klettergerüst gefallen, als man schauen kann. Viele Eltern verlassen sich darauf, dass ihr Kind gesetzlich versichert ist. Das stimmt aber nur teilweise.
Gesetzlich versichert – aber nur zu bestimmten Zeiten
Die gesetzliche Unfallversicherung schützt Kinder in der Kita, in der Schule und auf dem Weg dorthin. Auch Ausflüge der Einrichtung sind abgedeckt. In der Freizeit gilt dieser Schutz aber nicht:
| Situation | Gesetzlich unfallversichert? |
|---|---|
| Sturz in der Kita oder im Sportunterricht | ✓ ja |
| Unfall auf dem direkten Schulweg | ✓ ja |
| Klassenfahrt, Schulausflug | ✓ ja |
| Spielplatz am Nachmittag | – nein |
| Fußballtraining im Verein, Reiten, Skifahren | – nein |
| Unfall im Urlaub oder zu Hause | – nein |
Dabei verbringen Kinder einen großen Teil ihrer Zeit in der Freizeit – und genau dort passieren viele Unfälle.
Was eine private Kinder-Unfallversicherung leistet
Die Behandlung im Krankenhaus zahlt die Krankenkasse. Kritisch wird es, wenn nach einem Unfall bleibende Schäden zurückbleiben. Dann kann Geld für Therapien, den Umbau der Wohnung oder später eine Berufsausbildung mit Einschränkungen fehlen. Eine Kinder-Unfallversicherung
- zahlt eine Kapitalleistung abhängig vom Grad der Beeinträchtigung,
- kann eine lebenslange Unfallrente enthalten,
- gilt weltweit und rund um die Uhr.
Tipp: Achten Sie auf eine ausreichende Grundsumme und eine Progression. Bei schweren Unfällen steigt die Leistung dann überproportional.
Haftpflicht nicht vergessen
Kinder sind in der Familien-Privathaftpflicht der Eltern mitversichert. Wichtig ist, dass der Tarif auch Schäden durch deliktunfähige Kinder übernimmt – also durch Kinder unter sieben Jahren, im Straßenverkehr unter zehn. Sonst bleibt der Nachbar mit dem zerkratzten Auto auf seinem Schaden sitzen.
Vorsorge statt Spielzeug: ein Geschenk mit Wirkung
Gerade zu Weihnachten fragen sich viele Eltern, Großeltern und Paten: Was schenken wir, das wirklich bleibt? Eine Idee mit langfristiger Wirkung ist ein Sparplan für das Kind. Mit einer Kindervorsorge kann über viele Jahre ein Startkapital wachsen – für den Führerschein, die erste Wohnung oder das Studium.
- Früh starten: Lange Laufzeiten nutzen den Zinseszinseffekt.
- Flexibel bleiben: Zuzahlungen zu Geburtstagen oder Weihnachten sind oft möglich.
- Familie einbinden: Großeltern und Paten können sich beteiligen.
Unser Tipp aus der Beratung
Prüfen Sie zuerst die Absicherung – Haftpflicht und Unfall –, dann den Vermögensaufbau. Beides lässt sich mit kleinen Beiträgen umsetzen. Wir zeigen Ihnen gern, welche Kombination zu Ihrer Familie passt, und wie Großeltern sich sinnvoll beteiligen können.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung oder Rechtsberatung. Leistungen und Bedingungen unterscheiden sich je nach Versicherer und Tarif.
